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COVID-19

Information 02-2022

Bei SARS-CoV-2 handelt es sich um ein nach wie vor vergleichsweise neues Virus, das sehr ansteckend ist, eine – vor allem bei zunehmendem Alter bzw. bestimmten Vorerkrankungen – schwer verlaufende Krankheit (COVID-19) verursachen kann und bei einem großen Teil der Infizierten auch zu länger anhaltenden Folgen führen kann (siehe dazu auch den FAQ- Abschnitt „gesundheitliche Langzeitfolgen“). Eine zielgerichtete Therapie steht noch nicht zur Verfügung. Aufgrund der hohen Übertragbarkeit und der Tatsache, dass ein relevanter Teil der Bevölkerung immer noch keinen ausreichenden Immunschutz gegen das Virus hat, kann es rasch zu hohen Fallzahlen mit schweren Erkrankungen, Todesfällen und einer Belastung des Gesundheitswesens kommen. Darüber hinaus können neue Virus-Varianten entstehen. Solche neuen Varianten können noch leichter als die bisherigen Varianten übertragen werden und unter Umständen häufiger zu schweren Krankheitsverläufen führen. Zwar steigt der Anteil der Bevölkerung, der entweder schon einmal infiziert war oder vollständig gegen das Virus geimpft wurde, jedoch ist der Anteil der nicht immunen Bevölkerung immer noch groß. Für Kinder unter 5 Jahre gibt es bislang zudem noch keine zugelassenen Impfstoffe. Im Herbst und Winter kann sich das Virus auch wieder leichter verbreiten (siehe „Gibt es eine Saisonalität bei SARS-CoV-2?“). Schließlich muss auch bedacht werden, dass in großen Teilen der Welt die Impffortschritte noch nicht so groß sind, so dass es dort zu hohen Inzidenzen und der kontinuierlichen Möglichkeit von Einträgen – auch neuer besorgniserregender Varianten – nach Deutschland kommen kann. Diese Konstellation erfordert, dass die empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen bis auf weiteres weitergeführt werden müssen, um die Fallzahlen in Deutschland so niedrig wie möglich zu halten. Dazu gehört, den Anteil der Bevölkerung mit vollständiger Impfung weiter zu erhöhen, aber auch, dass weiter Testangebote wahrgenommen und die klassischen Infektionsschutzmaßnahmen der Gesundheitsämter (Isolation Infizierter, Quarantäne von Kontaktpersonen) fortgesetzt werden.

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COVID-19

Größtmöglicher Schutz für unsere Schwerkranken

Vollständig immunisiert sind nach den aktuellen Vorgaben der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften grundimmunisierte Menschen mit erfolgter Booster Impfung, also 3-fach Geimpfte. Diese Patienten benötigen keinen neg. Ag Schnelltest. Für Ungeimpfte oder nur 2-fach Geimpfte bitte beachten: Sie benötigen für die Untersuchung einen gültigen Ag Schnelltest (24 h). Nachweis muss vorgelegt werden. Genesene: Der Genensenenstatus wurde auf 3 Monate verkürzt. Bitte bringen Sie zu der Untersuchung einen neg. Ag Schnelltest mit  (24 h).

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COVID-19

Beschluss der STIKO zur 16. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung

Die STIKO ändert ihre Empfehlung zur COVID-19-Auffrischimpfung hinsichtlich des Impfabstandes. Wie das Epidemiologische Bulletin 2/2022 ausführt, kann die Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff für Personen ≥18 Jahre bereits ab dem vollendeten 3. Monat nach Abschluss der Grundimmunisierung verabreicht werden.

Personen, die eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen bis auf weiteres eine einmalige COVID-19-Impstoffdosis im Abstand von mindestens 3 Monaten zur Infektion erhalten.

Wegen des höheren Risikos für einen schweren COVID-19-Verlauf sollen ältere oder vorerkrankte Personen bei den Auffrischimpfungen unbedingt bevorzugt berücksichtigt werden.

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COVID-19

Fachliche Vorgaben für Genesenennachweise

mit Wirkung vom 15.01.2022:

Ein Genesenennachweis im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und der Coronavirus-Einreiseverordnung muss aus fachlicher Sicht folgenden Vorgaben entsprechen:

a) Die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt sein

UND

b) das Datum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen

UND

c) das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

Die Dauer des Genesenenstatus wurde von 6 Monate auf 90 Tage reduziert, da die bisherige wissenschaftliche Evidenz darauf hindeutet, dass Ungeimpfte nach einer durchgemachten Infektion einen im Vergleich zur Deltavariante herabgesetzten und zeitlich noch stärker begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion mit der Omikronvariante haben.

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Allgemein COVID-19

Aktuelles zur Pneumokokkenimpfung

Das Immunsystem verändert sich im Rahmen des physiologischen Alterungsprozesses strukturell und funktionell. Es kommt im höheren Lebensalter zu einer eingeschränkten Immunantwort und damit zu einer erhöhten Empfänglichkeit für Infektionen. Diese altersbedingten Veränderungen müssen durch entsprechende Impfungen ausgeglichen werden. Die Infektionen im höheren Lebensalter präsentieren sich atypisch, der Verlauf ist schwerer als bei jüngeren Erwachsenen. Dies gilt insbesondere für die ambulant erworbene Pneumonie ( CAP ) mit einer hohen Sterblichkeit. Die Mortalität ist bei den Älteren doppelt so hoch als bei jüngeren Patienten.

Pneumokokken sind der häufigste Erreger der ambulant erworbenen Pneumonie. Es gibt über 90 verschiedene Kapsel-Polysaccharid Serotypen als mögliche Erreger beim Menschen. Für die Mehrzahl ( > 90 % ) der schweren Erkrankungen sind < 30% Serotypen verantwortlich. S.pneumoniae ist bei Erwachsenen die häufigste Ursache für die CAP und für 33-50 % aller Fälle verantwortlich, gefolgt von H.Influenza und Mycoplasma pneumoniae.

Die STIKO empfiehlt die Pneumokokken Impfung als Standardimpfung für alle Menschen > 60 Jahre. Die derzeit gültige Empfehlung sieht eine Standardimpfung mit dem 23-valenten Polysaccharid Impfstoff – Pneumovax. Die Auffrischung wird nach 6 Jahren empfohlen. Bei Patienten mit Immundefekten angeboren oder erworben durch schwere Erkrankungen wird eine sequentielle Impfung mit dem Konjugatimpfstoff Prevenar ( PCV 13 ) gefolgt von Pneumovax ( PPSV23) empfohlen. Die abnehmende Immunantwort im Alter (Immuneszens ) wird in den aktuellen  STIKO Empfehlungen nicht ausreichend berücksichtigt.

Demgegenüber werden die Kinder und Jugendlichen mit chronischer Erkrankung und unklarer Immunkompetenz durch die STIKO Empfehlung zur Impfung mit Prevenar besser geschützt. Nur mit der konsequenten Pneumokokken Impfung bei Kindern und Jugendlichen mit chron. Erkrankungen konnte die Inzidenz der Pneumonien im Kindesalter signifikant reduziert werden.Demzufolge auch bei den sie betreuenden Erwachsenen.

Die Gruppe der Hochaltrigen ist häufig von Multimorbidität betroffen. Diese Patientengruppe muss ausreichend gegen eine Pneumokokken Pneumonie geschützt werden mit der sequentiellen Impfung. Die im kommenden Jahr erwarteten  Pneumokokken-Konjugatimpfstoffe der nächsten Generation können mit hoher Wirksamkeit wahrscheinlich alleine und ohne nachfolgende PPSV23 Impfung gegeben werden.

PPSV23  hat nur eine Wirksamkeit von 3.3 % . Bei > 80 jährigen nur 0%. Die Impfeffektivität mit  PCV 13 beträgt bei allen Patienten 11,9 %, in der Altersgruppe > 80 Jahre 11%.

Aktuelle Studie über den Einfluss der Pneumokokken Impfung mit Prevenar auf das Risiko einer COVID-19 Erkrankung ( Lewnard und Kollegen ): Bei den > 65 jährigen mit PCV13 geimpfen Patienten fand sich ein um 32 % niedrigere Inzidenz der COVID-19 Diagnose, eine um 32 % niederigere Hospitalisierungsrate aufgrund von COVID-19 und eine um 32 % niedrige Inzidenz von COVID-19 bedingen Todes. Es scheint eine Interaktion zwischen Streptokokkus pneumoniae und SARS-CoV -2-Virus im Respirationstrakt zu geben.

Dringend erforderlich ist deshalb die sequentielle Imfpfung mit PCV 13 gefolgt von PPSV23 von unseren Hochaltrigen und Multimorbiden Patienten und bei den Jüngeren mit schweren chronischen Erkrankungen und Immundefizienz mit niederschwelligem Zugang zum Impfangebot.

Bringen Sie doch zu jedem Besuch Ihren Impfpass mit . Wir werden den Impfstatus überprüfen und Sie gerne vollständig impfen um Sie optimal zu schützen.

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COVID-19

Patientenpost 12-21

Liebe Patienten,

2021 geht seinem Ende entgegen. Es war ein sehr anstrengendes Jahr für unsere ganze Gesellschaft. Die Pandemie stellt jeden vor Herausforderungen die die meisten von uns niemals erlebt haben. Außer einer Gruppe – die hochbetagten, sehr, sehr liebenswerten alten Menschen. Diese Menschen mit so einer unglaublichen Lebenserfahrung, oft geboren in den 20-er Jahren oder in den Kriegsjahren, diese Menschen haben wir so gerne in unserer Praxis betreut. Dankbar wurden notwendige Maßnahme und Therapieentscheidungen angenommen und mitgetragen. Leider konnten wir als Gesellschaft, allen voran die Politik mit der großen Unentschlossenheit und dem leider wiederholt zu späten Handeln, diese bewundernswerten, stillen Menschen nicht schützen.

Zuviele sind unter wirklich ärmlichen Bedingungen ganz einsam verstorben. Auch der unglaublich große Einsatz der Pfleger*innen in den Einrichtungen konnte nichts daran ändern. Das macht uns wirklich sehr, sehr traurig, dass die meisten unserer 90 bis 98 jährigen uns nie mehr besuchen werden. Die meisten Menschen in unserem Land haben daraus gelernt. Wenige sind es, die sich den Errungenschaften der Wissenschaft und den med. Empfehlungen sperren. Es darf aber sich unter keinen Umständen wiederholen, dass unschuldige, schicksalshaft erkrankte Menschen mit Krebserkrankungen, oder Herz-Kreislauferkrankungen nicht umgehend Leitlinien gerecht versorgt werden.

Das ist unsere höchste Aufgabe. Jeder von uns weiß, jeder Tag mit einer nicht behandelten Krebserkrankung verschlechtert die Prognose. Es kann und darf nicht sein, dass diese Patienten aufgrund mangelnder Kapazitäten wieder nicht umgehend versorgt werden. Diejenigen, die aufgrund mangelnder Bereitschaft die Fortschritte in der Pandemiebewältigung anzunehmen und weiterhin trotz größter Sicherheit der Corona Impfstoffe ablehnen, können nicht die notwendige Versorgung unserer Mitmenschen und Freunde blockieren.

Weiterhin sind die wenigen Mitarbeiter auf den Intensivstationen nach  2 Jahren Pandemie total am Ende und ausgebrannt. Keiner von uns kann sich vorstellen wie hart die Arbeitsbedingungen für die hoch motivierten Kollegen dort sind. Selbst Schwangere müssen Dienst tun obwohl sie eigentlich krank geschrieben sind. Das Arbeitsschutzgesetzt ist ausgesetzt. Vor uns liegend erneut schlimme Wochen mit Omikron und dramatisch steigenden Infektionszahlen.

Die Mitarbeiter in den Kliniken haben keinen entspannten Weihnachtsurlaub, die Patienten müssen 24 h am Tag versorgt werden. Aber auch sie haben Familien und Kinder und verdienen umso mehr Entspannung und Freude und auch die Aussicht dass die Arbeitsbedingungen umgehend besser werden. Diesen Menschen möchte ich an dieser Stelle von Herzen danken. Dringend müssen wir Alle sie unterstützen mit Beiträgen an die Medien, mit Aufruf für einen Spendenfond usw.

Es gab auch wunderschöne Phasen in 2021 – herrlicher Frühsommer, wunderbare grüne saftige Natur trotz Klimawandel und die Gelegenheit auch den Sommer etwas unbeschwerter zu genießen. Wir sollten nach vorne schauen – unsere neue Regierung motivieren auch unbequeme Entscheidungen durchzustehen. Nur gemeinsam werden wir das Coronavirus und die Pandemie besiegen. Dazu müssen Alle geimpft sein. Denken Sie daran, nur die 3. Impfung, die Booster Impfung schützt vor einem schweren Verlauf mit Omikron.

Motivieren Sie alle Bekannten, Nachbarn, Freunde etc sich doch impfen zu lassen. Für die Menschen ab 30 Jahre gibt es Moderna, für die unter 30 Jahren Biontech. Ernste Nebenwirkungen durch die Impfungen gibt es so gut wie gar nicht, aber sehr schwere Folgen einer COVID-19 Erkrankung auch bei Kindern. Nutzen Sie die Impfangebote.

Wir bieten am 5.1.2022 auch einen Termin zur Boosterimpfung an. Gerne können Sie sich unter info@herz-und-lunge.de zur Impfung z. Hd. von Frau Banz und Frau Buttice anmelden.

Last not least – das Leben ist ein Geschenk, jeder einzelne Tag! Genießen Sie es mit Ihren Lieben, Ihren Freunden, Ihrem Glauben, der Natur und der Kultur. Keiner von uns ist alleine – wir müssen allerdings auf die Menschen zugehen. Also scheuen Sie es doch nicht auch mal dem alten schwachen Mitbewohner Hilfe bei Einkäufen etc Ihre Unterstützung anzubieten. Wie schön könnte für einen alleinstehen schwachen Menschen auch mal ein Spaziergang mit einem netten Mitmenschen sein, den er alleine nicht mehr bewältigen kann.

Die dunkle Jahreszeit geht zu Ende und die Tage mit Licht und Sonne werden wieder länger. Auch mit leiblichen Genüssen sind die Feiertage ein Geschenk.

Dunkle Schokolade ist lecker und auch noch gesund. Die in dunkler Schokolade enthaltenen Flavanoide reduzieren Stress. Gehen Sie viel raus , bewegen sich regelmäßig und geniessen sie das Leben.

Bitte genau die Entwicklung der Fallzahlen und der Empfehlungen beobachten. Nicht unbedingt erforderliche Termine per Email verschieben. Bei allen Fragen beraten wir Sie gerne telefonisch. Weiterhin wurde die Regelung bis Ende März verlängert, dass wir Sie bei akuten Erkrankungen nach telefonischer Beratung krank schreiben dürfen. Natürlich betrifft dieses auch die Sie betreuenden Allgemein- und Hausärzte. Oberstes Gebot: Kontakte reduzieren um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

Eine wunderschöne Zeit und einen guten Start ins Neue Jahr.
Ihre Dr. Marga Niederkorn-Schrader

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COVID-19

Hinweis für Boosterimpfungen

Liebe Patient*innen,
bei jedem, bei dem der Abstand zur 2. Coronaimpfung 6 Monate beträgt, ist die Boosterimpfung mit Moderna oder BioNTech erforderlich. Bei Schwerkranken auch schon nach 5 Monaten. Die Bestimmung der Antikörper-Titer ist nicht sinnvoll. Laut den wissenschaftlichen Gremien ist die Boosterimpfung derzeit bei uns mit einem mRNA Impfstoff durchzuführen. Wir haben 2 sehr wirksame mRNA Impfstoffe: Comirnaty von BioNTech und Spikevax von Moderna. In einer aktuell veröffentlichen Studie schützt Moderna zu 76 % vor einer Infektion mit der Delta Mutante. Comirnaty von Biontech liegt bei 42 %. Auch im Hinblick auf die Dauer des Impfschutzes zeigen die vorläufigen Ergebnisse, dass wohl Moderna länger schützt. Nach der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission sind beide mRNA-Impfstoffe – Comirnaty und Spikevax –gleichermaßen zum Boostern geeignet. Beide Impfstoffe sind nach vorliegenden Studiendaten und laut Ständiger Impfkommission (STIKO) gleichwertig.

Wegen Lieferengpässen ist die Versorgung mit BioNTech kontingentiert. Der Impfstoff Spikevax des US-Unternehmens Moderna ist in Deutschland für die Grundimmunisierung ab 12 Jahren sowie für Auffrischimpfungen ab 18 Jahren zugelassen. Personen unter 30 Jahren sowie Schwangere sollen laut STIKO nicht mit Moderna, sondern mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer geimpft werden. Lassen Sie sich nicht durch unsachgemäßige politische Äußerungen verunsichern.

Die Pandemie ist ein globales Problem !

Wir impfen Sie sicher und nach den aktuellen Empfehlungen der Wissenschaft. Dringend erforderlich sind in der aktuell sehr kritischen Situation die Impfungen – melden Sie sich bitte umgehend zur Boosterimpfung an entweder beim Hausarzt, im Impfzentrum oder auch bei uns unter der Email-Adresse : info@herz-und-lunge.de zu Händen Frau Redkin und Frau Rupprecht.

Vielen Dank

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COVID-19

Warum die Angst vor neuen Langzeitfolgen bei der Corona-Impfung unbegründet ist: Possoch klärt!

Die Angst vor noch unbekannten Langzeitfolgen durch die Corona-Impfung ist bei vielen Menschen nach wie vor groß. Ist diese Angst begründet? Kann die neue mRNA-Technologie irgendwann doch noch gefährlich werden? Possoch klärt! Youtube-Video von BR24

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COVID-19

Impfstoffe Für die Impfung gegen COVID-19 sind aktuell in der Europäischen Union (EU) vier Impfstoffe zugelassen.

Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen COVID-19 für alle Personen ab 18 Jahren. Für die Impfung soll einer der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe (Comirnaty, Spikevax) oder (bei ≥60-Jährigen) einer der beiden zugelassenen vektor-basierten Impfstoffe (Vaxzevria, COVID-19 Vaccine Janssen) verwendet werden. Bei keinem dieser Impfstoffe handelt es sich um einen Lebendimpfstoff. Die beiden mRNA-Impfstoffe können in allen Alters- und Indikationsgruppen eingesetzt werden, für die sie zugelassen sind. Aufgrund der beobachteten thromboembolischen Ereignisse werden die beiden Vektor-basierten Impfstoffe (Vaxzevria und COVID-19 Vaccine Janssen) nur für Personen im Alter ≥60 Jahren empfohlen.

▶ Die beiden mRNA-Impfstoffe sind ab dem Alter ≥ 12 Jahre, die beiden vektor-basierten Impfstoffe ab dem Alter ≥18 Jahre zugelassen.

▶ Für eine vollständige Impfserie sind bei den beiden mRNA-Impfstoffen und beim Impfstoff Vaxzevria jeweils zwei Impfstoffdosen notwendig.

▶ Die COVID-19 Vaccine Janssen ist derzeit als einmalige Impfung zugelassen und anzuwenden. Aktuell läuft noch eine größere Studie zur Wirksamkeit eines 2-Dosen Schemas.

Aufgrund der beobachteten thromboembolischen Ereignisse werden die beiden Vektor-basierten Impfstoffe (Vaxzevria und COVID-19 Vaccine Janssen) nur für Personen im Alter ≥60 Jahren empfohlen. Die STIKO empfiehlt jedoch wie bei den

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STIKO-Empfehlung zur Koadministration von COVID-19-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen

Die STIKO ändert ihre Empfehlung zur Koadministration von COVID-19-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen: Zwischen beiden muss ab sofort kein Impfabstand mehr eingehalten werden. Unter der Voraussetzung, dass eine Indikation zur Impfung sowohl gegen Influenza als auch gegen COVID-19 besteht, ist eine simultane Verabreichung beider Impfstoffe möglich.

Impfziele Ziel der COVID-19-Impfempfehlung der STIKO ist es, schwere Verläufe, Tod und Langzeitfolgen durch COVID-19 in der Bevölkerung Deutschlands so weit wie möglich zu reduzieren.

▶ Insbesondere Menschen, die infolge von Alter oder Vorerkrankungen ein hohes Risiko haben an COVID-19 schwer zu erkranken oder zu versterben, sollen durch die Impfung geschützt werden.

▶ Ziel der Impfung von Schwangeren und Stillenden ist die Verhinderung schwerer COVID-19- Verläufe und -Todesfälle in dieser Gruppe sowie die Verhinderung von mütterlichen und fetalen/neonatalen Schwangerschaftskomplikationen durch eine COVID-19-Infektion.

▶ Durch die Impfung sollen auch COVID-19- Erkrankungen und Hospitalisierungen bei Kindern und Jugendlichen verhindert werden. Ein zusätzliches Ziel ist es, indirekte Folgen von Severe Acute Respiratory Syndrome Corona Virus 2-(SARS-CoV-2-)Infektionen, wie Einschränkungen der sozialen und kulturellen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen abzumildern.

▶ Ebenso sollen Personen mit erhöhtem arbeitsbedingtem SARS-CoV-2-Expositionsrisiko (berufliche Indikation) geschützt werden.

▶ In Umgebungen mit einem hohen Anteil vulnerabler Personen und der Gefahr von Ausbrüchen sollen die Transmission vermindert und Gefährdete geschützt werden.

▶ Die Impfung soll zusätzlich die Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen und des öffentlichen Lebens unterstützen.